2/27/2010

THE LOOK OF CARRIE BRADSHAW | SEASON 6 [2003-2004]


Ich kam nicht umhin mich zu fragen...

... ob die letzte Staffel von SEX AND THE CITY nicht die scheiß fabelhaftesten Outfits enthält! Nicht nur Carrie, auch die anderen Charaktere geben in den letzten Folgen nochmal alles und begeistern mit auffälligen Farbkombinationen und gewagten Stilbrüchen. Aber ich habe mich ja vorerst nur auf Carrie konzentriert und dieser tut die Verbindung mit Alexandr Petrowski in modischer Hinsicht besonders gut: ihr Stil wirkt erwachsener, romantischer und chicer denn je. Und gerade die letzten Pariser Outfits haben sich schon unauslöschlich in mein Gehirn eingebrannt. Aber das haben sich die Serienoutfits nach meiner intensiven Beschäftigung hier sowieso schon. Die vielen Stunden "Arbeit" und die Verfolgung bis in meinen Träumen haben sich also wohl ausgezahlt.




Das Lammfelljäckchen gefällt mir sehr und ich liebe es auch, wenn ihr BH absichtlich durchblitzt. Nur Hüte wirken an ihr irgendwie so prollig...


Das letzte Outfit sieht sehr nach Sarah Jessica Parker privat aus. Ugg Boots müssen für sie unheimlich praktisch sein. Aber mit so einer Messi-Kombination finde ich sie gar nicht so übel.

Interessant, wie sie das Kleid unten rechts mit einem auffälligen BH aufpeppt. Auf den ersten Blick sieht es aus wie viele sich kreuzende Rückenriemen.


Vor kurzenm gab es doch überall (also H&M, Vero Moda, Zara, ...) die selben 20er-Jahre-Kleider wie bei Carrie unten rechts. DAS ist auch der Grunde, warum ich das Outfit nicht mehr so toll finde...

Auch von dem pinken Oscar de la Renta Kleid gab es einige Möchtegerns bei H&M... Natürlich nicht annähernd so schön. Das "Klassischer Vuitton trifft Mami"-Outfit rechts ist seeehr süß.

Schöner Strick.

Das sind schonmal meine ersten Lieblinge! Sie sind einfach Perfektion.

Wundervoller Schal. Und herrlich auftoupierter Pferdeschwanz.

Floral, Glitzer und Pastell.

Die grauen Ankle-Boots trägt sie öfters und sie passen erstaunlich gut...

Traumhafte Winteroutfits!

Und zuletzt die absolut besten der Besten! Das schwarz-weiße-Rykiel-Outfit (das Oberteil mit der Blumenapplikation erinnert stark an das aktuelle Teil von Rykiel für H&M. Für Möchtegern-Outfits also geeignet, wenn auch nicht gestreift), das plüschige rosa Kleid, das Polkadot-Kleid in einer perfekten Kombination, Samtmäntel und Tutu! Hach...
Stills © Sex and the City, HBO


Carries Weisheiten:

"Ich will mein Vermögen da haben, wo ich es sehen kann - zu Hause im Kleiderschrank."

"Samantha: Eine Heißklebepistole und eine Schere machen noch keinen heißen Designer!"

"Später an diesem Tag begann ich über gespannte Beziehungen nachzudenken. Und ich meine damit eine Beziehung in ihrem Spannungsfeld zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ab einem gewissen Alter hat wohl jeder Beziehungen hinter sich, die zwar Perfekt sind aber nicht perfekt waren. Doch wie beeinflusst diese Beziehung im Perfekt unseren Traum von zukünftiger Perfektion? Und während ich selbst immer gespannter wurde, kam ich nicht umhin mich zu fragen: Hat man eine Zukunft, wenn die Vergangenheit noch präsent ist?"

"Carrie: Früher waren Pausen doch was Schönes: Kaffeepause, Große Pause. Was haben wir jetzt: Beziehungspause, Pausenclown – und es wird immer öder. Wie soll das enden?
Miranda: Menopause?"

"Viele Menschen glauben, dass nichts ohne Grund geschieht. Bei diesen Menschen handelt es sich meist um Frauen und diese Frauen versuchen meist gerade eine Trennung zu verkraften.
Wie es scheint können Männer eine Beziehung sogar ohne ein Lebe wohl hinter sich lassen, aber Frauen müssen entweder heiraten oder etwas lernen. Warum haben wir es so eilig von konfus zu Konfuzius zu kommen? Glauben wir, der Schmerz lasse sich durch Lektionen lindern?"

"Solange man jung ist, dreht sich das ganze Leben darum, Spaß zu haben. Dann wird man erwachsen und lernt, vorsichtig zu sein. Man kann sich einen Knochen brechen – oder das Herz. Man guckt bevor man springt und manchmal springt man gar nicht. Weil nicht immer jemand da ist, der einen fängt. Und im Leben gibt es kein Sicherheitsnetz. Wann hörte es auf Spaß zu sein und wurde beängstigend?"

"Als wir jung waren, sang Marlowe Thomas davon, dass wir einander in all unserer Verschiedenheit akzeptieren sollten. Aber dann wurden wir älter und begannen ein anderes Lied zu singen. Die Lebensentscheidungen der anderen wurden nicht mehr gefeiert, sondern beurteilt. Ist das Akzeptieren wirklich eine so kindische Vorstellung oder haben wir es ursprünglich richtig gemacht. Ab wann hatten wir nicht mehr die Freiheit, Du und Ich zu sein?"

"Am Leben in New York City ist unter anderem großartig, dass man seine Gefühle nicht unter Zuckerguss verstecken muss. Aber haben sich die New Yorkerinnen mit einem insgesamt zuckerfreien Leben abgefunden? Wir akzeptieren Tasti-D-Light anstelle von Eiscreme, Email anstelle von Liebesliedern, Witze anstelle von Gedichten. Ist es da ein Wunder, dass man, wenn man das Echte findet, es gar nicht mehr vertragen kann? Könnten wir uns daran wieder gewöhnen? Oder haben wir eine Romantik-Intoleranz entwickelt?"

"Leugnen… Freund oder Feind?"

"Ich kam nicht umhin, mich zu fragen: Wenn man seine Welt nicht miteinander teilt, kann selbst die heißeste Beziehung erkalten?"

"Ein ungeprüftes Leben, so meint Sokrates, sei nicht lebenswert. Aber was ist, wenn das Prüfen zu deinem Leben wird. Ist das Leben? Oder nur Zaudern? Und was ist, wenn all die hilfreichen Lunch-Verabredungen und nächtlichen Telefonate mit Freundinnen nur zu Frauengesprächen, nicht aber zu Taten geführt hätten? Ist es Zeit keine Fragen mehr zu stellen?"

"Später an diesem Tag begann ich über Beziehungen nachzudenken. Da gibt es jene, die dich für etwas neues, exotisches öffnen. Es gibt jene, die alt und wohl vertraut sind. Jene die viele Fragen aufwerfen. Jene die dich an einen unerwarteten Ort bringen. Jene die dich weit von deinem Ausgangpunkt wegführen. Jene die dich zurückbringen. Aber die aufregendste, herausforderndste, wichtigste Beziehung von allen ist jene, die du mit dir selbst hast."

2/25/2010

25/02/2010 | CRACK


Uschi war gestern Abend als Crack-Prinzessin unterwegs und trägt meine neue Lieblingssilhouette: langer Taillenrock + bauchfrei.

#9 | CRACK
Shirt: Teenage Millionaire • Skirt: Vintage • Shoes: Pimkie

2/23/2010

LOOKBOOK: ALEXA CHUNG


Sie ist und bleibt mein Liebling, die Chung. Nach dem Ende ihrer MTV-Show hatte ich ja schon befürchtet, dass ich lange auf neuen Stoff warten muss, aber Dank Madewell und Dank Fashion Week kann ich mich weiterhin regelmäßig von ihr bezaubern lassen. Und obwohl ich die viereckigen Nerdbrillen schon nicht mehr sehen kann, liebe ich sie an Alexa. Und die Chanel-Kleider sind auch ein Traum.


[HQ]
Items via tfs


VICE: CHARLIE KAUFMAN


"Das hier ist ein Interview mit dem Typen, der die Drehbücher zu all deinen Lieblingsfilmen geschrieben hat."


Für Fans von VERGISS MEIN NICHT oder BEING JOHN MALKOVICH, hier geht's zum Interview mit Charlie Kaufman in der VICE.
In meiner Lieblingspassage äußert er sich zu seinem romantischen Frauenbild:

Manche Frauen könnten den Eindruck haben, dass du sie als ein Symbol mythologisierst und nicht als reale Person aus Fleisch und Blut darstellst.
Aber das machen wir mit vielen Menschen. Ich habe neulich im Internet einen Artikel gelesen, ich glaube bei Onion, da ging es um eine bestimmte Sorte Frau, die immer wieder in Filmen auftaucht. Diese freigeistige, verrückte Frau, die nur dazu da ist, um den Mann zu zeigen, wie man lebt. Und in den Kommentaren zu dem Artikel wurde darüber diskutiert, ob Clementine aus Eternal Sunshine so eine Person ist.

2/21/2010

BONNIE AND CLYDE II


"Ihr kennt die Geschichte von Jesse James

und sein Leben in Freud und Leid.
Hört Ihr gerne noch mehr, dann hört bitte her,
die Geschichte von Bonnie & Clyde."
Auszug vom Film aus dem Gedicht von Bonnie Parker, 1934

Wer sich für die spannende Geschichte dess Gangsterpaares interessiert, kann in Büchern und im Internet zahlreiche Informationen finden. Wer sich dagegen nur für den Lifestyle, die Romanze oder den Look interessiert, kann sich vor Filmen, Songs oder Bildern kaum noch retten! Gut für mich, ich bin ja bekennender Fan übermäßiger Quantität. Und vom Bonnie-und-Clyde-Mythos.

Clyde Barrow und Bonnie Parker, 1933:


Rechts nochmal Faye Dunaway und Warren Beatty als Bonnie und Clyde im gleichnahmigen Film, 1967:


TEENAGE BONNIE AND KLEPTO CLYDE, 1993:


Den Film habe ich bisher nicht gesehen, es ist die Übersetzung der Story in die amerikanische Gegenwart (der 1990er). Mit Jugendlichen. Und Radlershorts.

NATURAL BORN KILLERS, 1994:

Der Trash-Klassiker hat zwar kaum noch was vom Original, aber die Idee bleibt gleich: Gelangweiltes, vom System benachteiligtes Liebespaar begibt sich auf blutigem Rachezug. Oder will einfach nur auch ein Stück vom Kuchen.

Jay-Z & Beyoncé - BONNIE & CLYDE, 2003:



Meine liebste Neuinterpretation. Das moderne Bild vom Gentleman und der Fashionista.
Die Baskenmütze bleibt und die Timbs sind ockerfarben.


Hilary Duff im Magazin Allure, Mai 2008:

Für das Shooting wurde das Outfit von Faye Dunaway 1:1 kopiert. Für das Remake, das dieses Jahr erscheinen soll, erhoffe ich mir zumindest mehr Kreativität bei den Kostümen. Ganz witzig ist übrigens, dass die Neuverfilmung einen kleinen Zickenkrieg zwischen Dunaway und Duff ausgelöst hat. Tfs hat dafür sogar ein eigenes Thread.

Editorial der New York Post, 2009:



Wenn das nicht modern ist! Alle Bilder gibt's hier.

Und der Auslöser für meine Reise:
Anna Selezneva & Wes Bentley fotografiert von Peter Lindbergh, Harper’s Bazaar US März 2010



"Einst wird sich ihr Schicksal erfüllen,
dann begräbt man sie Seit' an Seit'.
Es bringt niemandem Schmerz,
es bricht keinem das Herz,
bloß die Herzen von Bonnie und Clyde."

THE LOOK OF BONNIE AND CLYDE [1967] I


Ein kleines Editorial in der aktuellen Harper's Bazaar und schon verfalle ich meinem alten Lieblingsfilm BONNIE & CLYDE. Ich verspürte vor ein paar Jahren dieses Bedürfnis, all die vielen Filmklassiker aufzuholen, von denen ich immer nur gehört hatte. Vor dem Film kannte ich nur das Musikvideo von Jay-Z und Beyoncé und war da schon fasziniert. Das Original bzw. die bekannteste Interpretation ist aber einfach nicht zu überbieten und ich war nach unserer Begegnung noch lange gefesselt. Faye Dunaway in der Rolle der Bonnie Parker ist frech, elegant und... unheimlich stilvoll, eine absolute Ikone! Es ist einfach ein zeitlos schöner und romantischer Film, der ewig inspirierend ist.



Dunaways Bob ♥

Auch Warren Beattys Look ist hübsch anzuschauen, aber ich konnte mich erstmal nur auf Faye konzentrieren.


Die hochtoupierte Frisur mit gekräuselter Kotelette erinnert eher an die 1960er, in denen der Film auch gedreht worden ist. Die Handlungszeit ist aber in den frühen 1930ern angesiedelt. Was soll's, die Frisur ist wunderschön.



Die Baskenmützen sind kein Einfall der Kostümbildnerin gewesen. Die echte Bonnie bevorzugte sie schon zu ihrer Zeit.

Für den Look hätte ich mir dieses Bild sparen können, aber die Einstellung ist einfach zu genial!

Ich packe meine Halstücher wieder aus...


Mein Lieblingsoutfit. Bonnie hängt die Knarre an ihren Taillengürtel, zu scharf!


Kamel oder Rost... Les Mads hat schon die Aktualität dieser Unfarbe bemerkt.


Beatty the best.



Oder ist das mein Lieblingsoutfit? Sie sind alle so schön...



Diese Frisur!


Weißer Kajal im Innenlid... die Maskenbildner wussten, wie man trickst!
Stills © Bonnie and Clyde

Dieses Jahr folgt ein Remake des Klassikers mit Hilary Duff und Kevin Zegers in den Hauptrollen. Ich muss Euch ja nicht sagen, was ich davon halte...